Konzept

Raum

Rollen

Fortbildung

Differenzierung

Erzählen

Alter

Phase

Ergründen

Störungen

Einführung

Freispielphase

Material

Fragen und Antworten

Wie werde ich eine gute Erzählerin/ein guter Erzähler?

Ich werde eine gute Erzählerin/ein guter Erzähler, wenn ich innerlich damit übereinstimme, dass die Geschichte, die andere ausformuliert haben, meine Geschichte werden möchte, – um der kleinen und großen Zuhörer:innen willen, die dadurch eine einmalige Weise geschenkt bekommen, Geschichten von Gott zu entdecken.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Erzählen, aber wie?, S. 71-77.
  • Lenz, Ulrike / Steinhäuser, Martin: Konzeptionelle Ansätze: Erzählen bei Godly Play. In: Monika E. Fuchs / Dirk Schliephake (Hg.): Bibel erzählen. Neukirchen-Vluyn 2014, S. 217-220.
Was, wenn ich mich generell für keine gute Erzählerin/keinen guten Erzähler halte?

Wenn ich unsicher bin, ob ich gut erzählen kann, probiere ich es aus und hole mir Feedback von jemandem, dem ich vertraue und schätze. Das passiert ständig in einem Erzählkurs. In der Regel reicht der Wunsch, gut zu erzählen aus, dass es auch klappt.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Erzählen nach einem Skript, S. 71-72.
  • Fortbildungsangebote finden Sie unter https://godlyplay.de/index.php/fortbildungen
Wie kann ich gut auswendig lernen?

Es geht darum, sich die Geschichte vertraut zu machen. Das ist noch anders als auswendig lernen: Ich brauche eine Vorstellung davon, dass ich diese Geschichte gern einer Gruppe erzählen möchte und dann braucht es auch Anstrengung, sie sich einzuprägen. „Inwendig lernen“ wäre der passendere Ausdruck.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a. 2018, Handbuch für die Praxis, Anhang 6: Hinweise zum ‚Inwendig-lernen‘, S. 266f.
  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Auf der Suche nach dem Elementaren, S. 5-56.
Kann ich den Erzähltext auch einfach ablesen?

Es ist konstitutiv, dass die Erzählerin/der Erzähler die Geschichte in sich trägt, in Herz und Geist und sie frei erzählt. Auf diese Weise erreicht die Geschichte die Zuhörer:innen in der Regel unmittelbar. Ein Blatt, von dem abgelesen wird, unterbricht den Fluss des Erzählens und Hörens und verhindert das vertiefte Sich-Einlassen bei den Hörer:innen.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Erzählen nach einem Skript, S. 71-72.
Könnten die Geschichten vertont werden, damit der Text nebenbei im Alltag gelernt werden kann?

Manche Erzähler:innen machen gute Erfahrungen damit, sich die Geschichte aufs Handy aufzusprechen und sich immer wieder anzuhören. Die innere Begegnung und das Üben mit dem Material muss aber dazukommen.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Erzählen nach einem Skript, S. 71-72.
Was mache ich, wenn ich noch nie eine Godly Play/GOTT IM SPIEL -Geschichte erzählt habe?

Ich entscheide mich für eine Geschichte, die ich als „meine Geschichte“ deklariere. Ich nehme mir Zeit für sie, lese sie (über einen längeren Zeitraum) immer mal wieder und beschäftige mich mit ihr und den Ergründungsfragen. Ich schreibe mir meine Gedanken zu der Geschichte auf. Ich verschaffe mir das Material oder stelle es selbst her: fülle ein Tuch mit Spielsand, schneide oder säge Figuren aus, beklebe einen Schuhkarton mit Goldpapier… Ich beginne die Geschichte für mich mit dem Material zu spielen. Allmählich verbinden sich manche Formulierungen mit den Gesten meiner Hände. Ich präge mir den Text immer weiter ein. Dann spiele ich die Geschichte das erste Mal jemandem vor, im häuslichen Bereich oder gleich meiner Lerngruppe. Dabei lerne ich, der Geschichte zu vertrauen. Ich kann sie in verschiedenen Gruppen immer wieder erzählen. Dabei mache ich immer wieder neue Erfahrungen mit der Geschichte und in den verschiedenen Gruppen.

Ulrike Lenz

Weiterlesen:

  • Kaiser, Ursula Ulrike u.a.: Gott im Spiel: Godly Play weiterentwickelt. Handbuch für die Praxis. Stuttgart u.a. 2018, Kap. II: Biblische Geschichten als spirituelle Geschichten, S. 56ff.