Einführungsveranstaltung in Baden

Erzieherinnen aus acht Einrichtungen waren dabei

Einführungstag mit 30 Erzieherinnen aus acht Einrichtungen

Am Samstag, 15.11.2025 trafen sich rund 30 Erzieherinnen der verschiedenen Kindergärten unserer Seelsorgeeinheit, um sich in Sachen Godly Play / Gott im Spiel weiterzubilden. Organisiert von Maria Fischer, war für den Rahmen der Fortbildung innerhalb der Seelsorgeeinheit Forst-Ubstadt-Weiher bestens gesorgt.

Godly Play ist ein von Jerome W. Berryman in den USA entwickelte Methode, biblische Texte erlebbar zu machen. Berryman hat sich intensiv mit der Pädagogik von Maria Montessori auseinandergesetzt und legt auch für Godly Play folgende Sätze seiner eigenen Arbeit zugrunde: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ und „Spiel ist die Arbeit der Kinder.“ Ursprünglich ist Godly Play für die Beschäftigung mit Kindern entstanden, jedoch ist die Methode auf Gruppen, ganz egal welchen Alters, anwendbar. Diese Methode besteht aus vier Phasen:

  1. Begrüßung und Kreis bilden – hier ist fundamental, dass sich jede:r Eintretende:r willkommen fühlt.
  2. Die Geschichte erleben und ergründen – dabei werden Zuhörer:innen Teil der lebendig erzählten biblischen Geschichte.
  3. Kreativzeit – durch ganz verschiedene Materialien bekommen die Anwesenden die Möglichkeit, Gehörtes und Gesehenes auf kreative Weise zu verarbeiten.
  4. Das Fest – abschließend kommen alle nochmal im Kreis zusammen und tauschen sich über ihre individuellen Erfahrungen und Eindrücke aus.

Der eingeladene Referent und Godly Play-Erzähler Diakon Tobias Bade aus der Christus-Luther-Markus-Gemeinde in Heidelberg, brachte mit viel praktischer Erfahrung und intensivem Erleben den motivierten Frauen die Methode näher. Sein Herz schlägt für Godly Play. In der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr wurde der Godly-Play-Raum im Pfarrzentrum in Zeutern von ihm mit biblisch-geschichtlichem Leben und Austausch erfüllt. Sowohl eine Geschichte aus dem Alten Testament zu Abraham und Sarah, als auch die Gleichnis-Geschichte zum guten Hirten stellte Tobias Bade anhand der liebevollen Holzfiguren dar. Es war ein faszinierendes Eintauchen und Erleben aller Beteiligten.

In der anschließenden Kreativzeit, haben die Zuhörer:innen rege Gebrauch davon gemacht, durch Ton, Transparentpapier auf Glas, Stempel, Tusche oder auch das Nachspielen der Geschichte im Sand, selbst kreativ zu werden. Auch die Verlangsamung dieser Methode hilft, sich auf die biblische Geschichte voll und ganz einzulassen und einzutauchen in diese Welt von damals. Herzstück von Godly Play / Gott im Spiel, unter dem Titel, wie die Methode auch in Deutschland weiterentwickelt wurde – ist das Spielen und verspielt sein dürfen, als ganz wichtiger Teil in der Auseinandersetzung mit den biblischen Geschichten. ALLE sind eingeladen, ihre je eigenen biblischen Erfahrungen im Zusammenspiel miteinander zu teilen und da sein zu lassen. Es war ein Fest, an diesem Einführungstag dabei sein zu dürfen und er hat Sehnsucht gemacht nach mehr … mehr biblischen Geschichten und Austausch darüber! Der Same ist gelegt, jetzt darf er wachsen.

Wenn Sie Interesse haben, den Raum in Zeutern kennenzulernen, mehr zu erfahren und die Methode selbst kennenzulernen, melden Sie sich gerne bei Constanze Unser, Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit Forst-Ubstadt-Weiher.