Geschichten zum Anfassen, Verlässlichkeit, Stille, Zeit für sich selbst: das ist es, was Kinder in Godly Play/ Gott im Spiel Gruppen in der Gemeinde erleben können.
Godly Play / Gott im Spiel – Einheiten fügen sich inhaltlich und methodisch sehr gut in eine 60- oder 90- minütige Christenlehre, Jungschar oder Kinderkirche. Die Verlässlichkeit und der feste Ablauf helfen den Kindern, bereit zu werden. Nach einem anstrengendem Schul- oder Kindergartentag haben sie Zeit, all das, was sie innerlich beschäftigt, zu sortieren. Die Freispiel- und Kreativzeit spielt dabei eine besondere Rolle. Die Kinder spüren: Hier ist Zeit für mich und Raum für Gott. Was für ein Geschenk!
Erfahrungsgemäß brauchen Gruppen, die sich am Nachmittag treffen, am Anfang, beim „Kreisbilden“, besondere Aufmerksamkeit und Zeit. Feste Rituale helfen dabei.
Die Vertrautheit innerhalb der Gruppe spielt eine große Rolle. Die Kinder sind ausgeglichener und erleben ein intensives Miteinander. In altersgemischten Gruppen bereichern sich die Kinder durch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen gegenseitig. Die Offenheit des Ergründens und die Möglichkeiten der Freispiel- und Kreativzeit unterstützen dies. In regelmäßig stattfindenden Gruppen können die Geschichten, in Ergänzung mit Vertiefungsgeschichten, als Erzählreihe angeordnet werden. Das ermöglicht eine intensive Weiterarbeit an eigenen Themen und Fragestellungen.
So begleitet Godly Play/ Gott im Spiel den Alltag der Kinder in Schule und Familie: mit biblischen Geschichten, mit der Art und Weise, zu fragen, Antworten zu suchen und miteinander umzugehen.

Anne Ebers, ev., Gemeindepädagogin in Dresden