Ein familiärer Konflikt

ukraine klGanz Europa beschäftigt sich gerade mit dem Krieg in Ukraine. So viele Menschen in Not. So viele Fragen, wie es weiter gehen kann. Und für die europäische Godly Play-Familie ist diese schreckliche Situation sehr persönlich. Denn die Ukraine, Russland, und Belarus, die direkt in diesen bitteren Konflikt geraten sind, sind auch ein Zuhause für Erzähler:innen und natürlich Kinder, die Gott und Glauben durch Godly Play entdecken. Andere Länder (u.a. Polen, Lettland, Estland, Tschechien, Deutschland), wo Godly Play auch verbreitet ist, empfangen gerade die flüchtenden Menschen und versuchen ihren Schmerz zu lindern.

Kurz zum Hintergrund: Das Senfkorn von Godly Play fing an, 2010 in Russland zu wachsen. Jetzt gibt es viele Gemeinden, die Godly Play praktizieren, und eine Trainerin in Moskau. 2011 wurde das Senfkorn in Belarus eingepflanzt und jetzt gibt es eine starke Godly Play-Community in Minsk. Drei Frauen sollen als Trainer:innen bald ausgebildet werden. Und Godly Play fing 2018 in der Ukraine an, als eine Erzählerin bei einem Kurs in Moskau zertifiziert wurde. Dann im September 2020 gab es den ersten Erzählkurs in Lwiw. Was wird jetzt mit diesen wachsenden Senfkörnern?

Mitten im bitteren Streit kann es banal und kindisch vorkommen, Geschichten zu erzählen und Holzfiguren auf Filz herum zu schieben. Aber gerade in solchen Krisen brauchen Menschen die Hoffnung, die in Godly Play-Geschichten zu finden sind. Godly Play war immer ein Brückenbauer zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Dogmatik und hat sie zusammen gebracht. Das, was wir gemeinsam teilen, kann uns in dieser Situation doch auch verbinden. Lasst uns für unsere Familie in all diesen Ländern beten, dass sie die Stimme des guten Hirten hören und ihm folgen. Dass der Gute Hirte ihnen und uns allen den Weg zeigt.

Sheila Whittenberg

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