Godly Play in Lettland

2020 3 Godly Play Latvia LOGOGodly Play kam nach Lettland durch persönliche Begegnungen. Erste Fortbildungen fanden 2011 statt. 2012 entstanden die ersten Gruppen, im gleichen Jahr konnte ich einen Kurs als Fortbildnerin in Holland absolvieren.

Ein großartiges, inspirierendes Ereignis für unseren kleinen Verein war die 5. Europäische Godly Play-Konferenz, die 2016 nahe Riga stattfand und die wir gemeinsam mit den norwegischen Godly Play-Freunden organisierten. Dennoch ist Godly Play auch heute noch nicht weit verbreitet in Lettland - wir haben noch nicht viele zertifizierte Erzählerinnen, noch nicht genügend übersetzte Skripte und die Materialien sind recht teuer. Glücklicherweise konnte inzwischen Valters, ein junger Familienvater, Handwerker und Godly Play-Enthusiast, die Produktion von Godly Play-Materialien von Johanna Wallin aus Finnland übernehmen (www.godlyplaymaterials.lv/).

Im Februar 2020, kurz vor Ausbruch der Corona-Krise, fand noch ein Erzählkurs mit 16 Teilnehmenden statt. Dafür hatten wir zwei Fortbildner aus dem Ausland eingeladen - Rachel McIntyre aus Deutschland und Judy Yeomans aus dem UK.

Während der Corona-Krise wurden alle öffentlichen Begegnungen untersagt. Das betraf auch die Godly Play-Gruppen. Deshalb mussten wir unsere Aktivitäten unterbrechen - Fortbildungen, Vertiefungstage und Einführungskurse. Manche, die in der Sonntagsschule engagiert sind, haben ihre Godly Play-Geschichten gefilmt und mithilfe der sozialen Medien an die Kinder ihrer Gruppen gesendet. Manche haben auch versucht, Zoom zu benutzen. Das stellte sich als „eine Art Godly Play“ heraus. Wir haben entdeckt, dass es nahezu unmöglich ist, den Kindern Geschichten auf diese Weise darzubieten. Godly Play braucht die Gruppe, die Gegenwart des Heiligen Geistes, gegenseitiges Segnen und es ist unmöglich, das durch einen Bildschirm zu bekommen. Aber wir haben es versucht. Und wir hoffen, dass die Kinder unsere Liebe und Fürsorge fühlen konnten. Wir haben sie nicht vergessen.

Wenn das wieder möglich sein wird, kann einer unserer Erzähler eine Fortbildung zum Fortbildner absolvieren. Das ist eine gute Nachricht. So hoffen wir, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft zwei FortbildnerInnen in Lettland haben werden.

In all dem danken wir dem Herrn, der uns so großartig umsorgt.

Anita Kazaka

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