Geschichten

Godly Play / Gott im Spiel steht in der alten Tradition, lebensdeutende Geschichten, mündlich zu überliefern. Es werden vier Geschichten-Gattungen unterschieden:

  • Glaubensgeschichtenwollen den Kindern ein Gefühl von Identität und Zugehörigkeit im Glauben vermitteln. Manche dieser Geschichten werden in einer „Wüstenkiste“ gespielt.
  • Gleichnisse nutzen alltägliche Lebensbilder, um unsere kreativen Interpretationen des Reiches Gottes herauszufordern. Die Materialien dazu werden in goldenen Schachteln aufbewahrt, um ihren Charakter als kostbares Geschenk zu symbolisieren, das dennoch dem Verstehen manchmal verschlossen bleibt.
  • Geschichten zum liturgischen Handeln verbinden Lebenszeit und –raum mit den Zeichen der Kirche, wie dies etwa die Sakramente tun.
  • Alle drei Genres wurzeln in der Stille, der vierten Gattung, in der sich die Kinder vertiefen in eine Idee, eine Beschäftigung, eine Begegnung mit Gott.

Die sprachlichen Ausdrucksformen der Erzählskripte konzentrieren die Inhalte auf das grundlegend Einfache. Zusammen mit sparsamen, effektiven Gesten bilden sie einen kraftvollen Ausdruck des immer wiederholten spirituellen „Suchen-und-Findens“. Geschichtenüberblick

Die Geschichten werden mit speziell angefertigten, ästhetisch und handwerklich anspruchsvollen Materialien dargeboten.

Raum

Menschen brauchen geschützte Räume, wenn sie existentielle Erfahrungen der Begegnung von Selbst, Welt und Gott machen sollen. Bei Godly Play / Gott im Spiel dienen vielerlei Konzeptmerkmale dazu, den Teilnehmenden solch einen geschützern Raum anzubieten – innerlich, vor allem durch die Beziehungen, wie äußerlich. Ein Godly Play-Raum hat niedrige Regale ringsum, die die Geschichtenmaterialien bereit halten. Dadurch sind die Teilnehmenden, wenn sie im Kreis sitzen oder sich kreativ beschäftigen, ständig von anderen, vertrauten oder noch unbekannten Geschichten umgeben und lernen, selbständig und spielerisch mit den Symbolen des christlichen Sprachsystems umzugehen.

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