Erzählerkurs Godly Play in Minsk

17. – 20. 10. 2013 – Божественная игра в Минске
Zehn Frauen absolvierten im Oktober den Godly Play Erzählerkurs in Minsk und erhielten ihr Zertifikat vom deutschen Godly Play Verein. Sie waren gut vorbereitet durch Einführungstage und Workshops mit Helen Spencer, Godly Play Erzählerin aus Großbritannien und Mitarbeiterin von TeachBeyond Eurasia. Während mehrerer Aufenthalte in Weißrussland hatte Helen die Sonntagsschulmitarbeiterinnen verschiedener baptistischer Gemeinden für Godly Play interessieren und gewinnen und für den Erzählerkurs vorbereiten können. So besaßen die meisten von ihnen auch schon praktische Erfahrungen in ihren Kindergruppen. Sie wollten nun die Ausbildung als Erzählerinnen abschließen.
Sheila Whittenberg und ich, Adelheid Ebel, waren wegen unserer Russisch-kenntnisse als Trainerinnen dafür angefragt worden. Gut, dass es schon Übersetzungen der grundlegenden Geschichten und des englischen Skriptes für die Erzählerinnen gab.
Der Kurs fand im Theologischen Seminar des Bundes baptistischer Gemeinden von Belorussland in Minsk statt. In diesen 3 Tagen hatten die Teilnehmerinnen ein volles Programm. Acht von ihnen kamen aus der Hauptstadt Weißrusslands, Minsk, eine Teilnehmerin war eine Moskauerin und eine Pastorin kam aus Usbekistan, aus Taschkent.
Gemeinsam räumten wir in der ersten Themeneinheit unseren Godly Play Raum für diesen Kurs ein. Dabei wurde die Raumaufteilung und Anordnung der Geschichten in den Regalen (bei uns auf Tischen) praktisch erfahrbar. Es gab weitere 5 Theorieteile, die in den Themenzeiten durch verschiedene Methoden und unter Mitarbeit der Teilnehmerinnen besprochen wurden.
Eine Einheit mit einer Glaubensgeschichte – die der großen Familie – in diesem Raum von vorn bis hinten ganz zu erleben, nannten einige der jungen Frauen als besonderes Erlebnis. Auch die anderen Geschichtengenres lernten die Frauen durch Präsentationen der Leiterinnen des Kurses kennen. Danach hatten sie Zeit zum Üben „ihrer“ Geschichten und immer auch die Möglichkeit, um Hilfe und Rat beim praktischen Handhaben zu fragen.
Alle Teilnehmerinnen präsentierten eine Geschichte und leiteten ein Ergründungsgespräch.
In den Themeneinheiten gab es große Aufmerksamkeit bei ihnen und immer auch Nachfragen, auf ihre Praxis bezogen.
Am Ende des Kurses fand ein Austausch über die Perspektiven von Godly Play in Weißrussland, insbesondere im Raum Minsk, bzw. in Moskau und Taschkent statt: „Wo will ich in einem Jahr sein?“ „Was für Möglichkeiten habe ich dann mit Godly Play?“
Es gibt nun eine Regionalgruppe Minsk, die sich monatlich treffen will, um Geschichten kennen zu lernen und auszuprobieren, die motivieren will und Möglichkeiten sucht, Godly Play in den Gemeinden und bei den Eltern der Kinder bekannt zu machen.
Sie wünscht sich weiterhin den Kontakt zum Verein Godly Play deutsch. Vielleicht ist die Teilnahme von Delegierten der Gruppe an Vernetzungstagungen in Deutschland und Europa möglich.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Übersetzungsarbeit sein. Die Geschichten sollen in den übersetzten Fassungen getestet und protokolliert und anschließend in einem längeren Prozess in druckreife Endfassungen gebracht werden.
Die Regionalgruppe wird sich auch um die Ausarbeitung von Material kümmern bzw. die Unterstützung von deutscher Seite suchen.
Wir als Fortbildnerinnen erlebten die Teilnehmerinnen in ihren eigenen Präsentationen sehr engagiert, überzeugend und wünschen ihnen für Ihre Praxis mit den Kindern gutes Gelingen, viele tiefe Gespräche und immer wieder ein wunderbares Staunen.

Minsk Weißrussland, Teilnehmerinnen und Trainerinnen des Erzählkurses
Oktober 2013

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