Bericht von der 3. bundesweiten Vernetzungstagung

Text von Martin Steinhäuser, Bilder von Hans-Jürgen Hinnecke und Martina Graß

Flyer der Tagung

Vom 21. bis 23. März 2014 fand im Michaeliskloster Hildesheim die 3. Vernetzungstagung für Godly Play-ErzählerInnen und -FortbildnerInnen aus Deutschland statt. 2 Tage lang diskutierten, spielten und ergründeten ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander die reformpädagogischen Wurzeln von Godly Play. Dies ist ein Themenbereich, der in Godly Play-Fortbildungen, aber auch den Veröffentlichungen über Godly Play häufig zu kurz kommt, obwohl doch die pädagogischen Ideen von Maria Montessori und ihrer Schülerin Sofia Cavaletti prägend gewesen sind für die Entwicklung des Godly Play-Konzeptes durch Jerome Berryman. Nur sehr punktuell hat bisher eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Wurzeln vor dem Hintergrund der deutschsprachigen religions- und reformpädagogischen Diskussionslage stattgefunden. Höchste Zeit also, über diese Frage miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues zu lernen und Altes zu vertiefen!

2014-Vernetzungstagung-Gruppenbild--Grass-001 

Solche Vernetzungstagungen finden alle 2 Jahre statt und reagieren auf den Wunsch von Godly Play-ErzählerInnen, über die Fortbildungen hinaus miteinander im fachlichen Gespräch und Austausch bleiben zu können. Die erste Vernetzungstagung fand 2008 in Stuttgart statt und die zweite 2010 in Plön. 2012 fiel die Vernetzungstagung zugunsten der IV. European Godly Play Conference in Burg Bodenstein aus.

Dass die Tagung aus Sicht der Teilnehmenden so gut gelang, lag allerdings nicht nur am thematischen (s.u.) Profil.
Das wunderbare Tagungshaus, das eine gelungene Mischung aus tausendjährigem klösterlichen Erbe und moderner, erst vor kurzem renovierter Tagungs-Infrastruktur bietet, trug viel dazu bei. Der Kreuzgang, die Kapelle, die ganz individuellen Tagungsräume und natürlich die gewaltige, romanische Basilika St. Michael, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, nahmen die Teilnehmenden einfach mit hinein in eine einzigartige Atmosphäre. Ein Ort für Geist und Seele, zum beten und zum denken. Am zweiten Abend war die Gruppe zu einer nächtlichen, stationsweise als Andacht gestaltete Führung durch die Michaeliskirche eingeladen, was für viele zu den Höhepunkten der Tagung zählte.Rückmeldungen

Die Tagungsorganisation lag kooperativ in den Händen des Godly Play deutsch e.V. und der Arbeitsstelle Kindergottesdienst der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover, die unter Leitung von Pastor Dirk Schliephake ihren Sitz im Michaeliskloster hat. Zusammen mit dem Mitarbeitenden-Team des Hauses, speziell der Küche sorgten sie für eine willkommen heißende, gastliche und tagungstechnisch perfekte Vorbereitung und Durchführung – wo selbst noch ein weitgereister, aber unangemeldeter Gast ein Bett bekam, obwohl das Haus komplett ausgebucht war…

Warnung: Keine Bilder im angegeben Ordner vorhanden. Bitte Pfad kontrollieren!

Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/2-Tagungshaus

 

Bericht von der 3. bundesweiten Vernetzungstagung

Text von Martin Steinhäuser, Bilder von Hans-Jürgen Hinnecke und Martina Graß

Flyer der Tagung

Vom 21. bis 23. März 2014 fand im Michaeliskloster Hildesheim die 3. Vernetzungstagung für Godly Play-ErzählerInnen und -FortbildnerInnen aus Deutschland statt. 2 Tage lang diskutierten, spielten und ergründeten ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander die reformpädagogischen Wurzeln von Godly Play. Dies ist ein Themenbereich, der in Godly Play-Fortbildungen, aber auch den Veröffentlichungen über Godly Play häufig zu kurz kommt, obwohl doch die pädagogischen Ideen von Maria Montessori und ihrer Schülerin Sofia Cavaletti prägend gewesen sind für die Entwicklung des Godly Play-Konzeptes durch Jerome Berryman. Nur sehr punktuell hat bisher eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Wurzeln vor dem Hintergrund der deutschsprachigen religions- und reformpädagogischen Diskussionslage stattgefunden. Höchste Zeit also, über diese Frage miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues zu lernen und Altes zu vertiefen!

2014-Vernetzungstagung-Gruppenbild--Grass-001 

Solche Vernetzungstagungen finden alle 2 Jahre statt und reagieren auf den Wunsch von Godly Play-ErzählerInnen, über die Fortbildungen hinaus miteinander im fachlichen Gespräch und Austausch bleiben zu können. Die erste Vernetzungstagung fand 2008 in Stuttgart statt und die zweite 2010 in Plön. 2012 fiel die Vernetzungstagung zugunsten der IV. European Godly Play Conference in Burg Bodenstein aus.

Dass die Tagung aus Sicht der Teilnehmenden so gut gelang, lag allerdings nicht nur am thematischen (s.u.) Profil.
Das wunderbare Tagungshaus, das eine gelungene Mischung aus tausendjährigem klösterlichen Erbe und moderner, erst vor kurzem renovierter Tagungs-Infrastruktur bietet, trug viel dazu bei. Der Kreuzgang, die Kapelle, die ganz individuellen Tagungsräume und natürlich die gewaltige, romanische Basilika St. Michael, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, nahmen die Teilnehmenden einfach mit hinein in eine einzigartige Atmosphäre. Ein Ort für Geist und Seele, zum beten und zum denken. Am zweiten Abend war die Gruppe zu einer nächtlichen, stationsweise als Andacht gestaltete Führung durch die Michaeliskirche eingeladen, was für viele zu den Höhepunkten der Tagung zählte.Rückmeldungen

Die Tagungsorganisation lag kooperativ in den Händen des Godly Play deutsch e.V. und der Arbeitsstelle Kindergottesdienst der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover, die unter Leitung von Pastor Dirk Schliephake ihren Sitz im Michaeliskloster hat. Zusammen mit dem Mitarbeitenden-Team des Hauses, speziell der Küche sorgten sie für eine willkommen heißende, gastliche und tagungstechnisch perfekte Vorbereitung und Durchführung – wo selbst noch ein weitgereister, aber unangemeldeter Gast ein Bett bekam, obwohl das Haus komplett ausgebucht war…

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Gemeinschaft

Der Aspekt der persönlichen Begegnung und des Austausches von Erfahrungen gehört für alle Teilnehmenden zu den wichtigsten Gründen, warum sie auf solch eine Tagung fahren und hinterher ganz erfüllt wieder heimkeNotizzettel 1hren. Die Vorbereitungsgruppe sorgte mit einer ausgeklügelten, humorvollen und bewegungsreichen Kennenlern-Stunde dafür, dass trotz der Größe der Tagung unzählige persönliche Begegnungen angebahnt wurden, die dann im Laufe der Tage in den vielen Gesprächen in den Pausen, den Workshops, bei den Mahlzeiten oder auch beim Fest vertieft werden konnten. Es war eine besondere Freude, drei Gäste aus Lettland, Weißrussland und Tschechien begrüßen zu können, die in ihren jeweiligen Ländern gerade dabei sind, mit Godly Play zu beginnen und Strukturen dafür aufzubauen.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/5-Kennenlernen

 

Spiritualität

Solche Vernetzungstagungen versuchen, von ihrer inneren Struktur und der Art ihrer Ausgestaltung die Grundwerte von Godly Play zu spiegeln. Dies bezieht sich auch auf ihre spirituelle Substanz. Natürlich ist ein ehemaliges Kloster ein ganz vorzüglicher Ort, um sich auch miteinander als eine geistliche Gemeinschaft erleben zu können. Die Morgenandacht im Kreuzgang am Samstag, die nächtliche, liturgisch geprägte Begehung der Michaeliskirche oder der gemeinsame Abendmahls-Gottesdienst am Sonntag schufen jeweils ganz eigene, im höchsten Maß erinnernswerte, bewegende Momente der Begegnung miteinander und mit Gott.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/6-Liturgie

 

Katechese des Guten Hirten

Nach all diesen Aspekten, die für das Gelingen der Tagung insgesamt ganz wesentlich gewesen sind, muss nun natürlich noch einmal auf den inhaltlichen Akzent zurückgekommen werden. Solche Vernetzungstagungen sind keine akademischen Veranstaltungen. Sie zielen nicht darauf, Tagungsbände zu erstellen oder den gesamten Horizont der theoretischen Diskussionen abzubilden. Es war ein großes Glück, dass es dem Vorbereitung-Team gelungen war, außerordentlich kompetente Referenten/Gäste einzuladen, die in ihrer Mischung insgesamt genau jene Balance von Praxisanschauung, Diskussion und Input-Referaten erzeugten, die zu den Teilnehmenden passte.Notizzettel 7
Das Konzept der „Katechese des Guten Hirten“ wurde von Benedikta Wunder und Deborah Presser-Velder aus Feldafing in Bayern repräsentiert. Die beiden erfahrenen Fortbildnerinnen hatten weder Mühen noch Aufwand gescheut, mit ihrem Auto viele, viele Materialien mitzubringen und auf der Bühne des großen Versammlungsraums ein Atrium aufzubauen. Dadurch bekam die gesamte Beschäftigung mit der Herkunft von Godly Play eine ganz praktische, anfassliche Dimension. Ähnlichkeiten und Unterschiede wurden rasch entdeckt. Frau Wunder und Frau Presser-Velder begannen gleich am ersten Abend mit Präsentationen zum Guten Hirten und zu weiteren Geschichten und flochten geschickt in diese Präsentationen konzeptionelle Überlegungen zum Konzept religiöser Erziehung nach Sofia Cavaletti (Raum, Zeit, Curriculum, Zeichen-Methode, Bild vom Kind) ein. Dies ergänzten sie am Samstag mittag. Die Teilnehmenden konnten vieles mit ihren eigenen Materialien und Erfahrungen vergleichen und dadurch ein sehr interessiertes, kompetentes Publikum für die beiden Referate am Samstag vormittag sein. Die ganz praktischen Darbietungen, bei denen einige Teilnehmende die Rolle einer Kindergruppe einnahmen, sorgten für eine realitätsgerechte, praxisfundierte Einbettung der theoretisch-konzeptionellen Auseinandersetzung, für die die beiden Referate zuständig waren.

Hier kann man ein Manuskript von Deborah Presser-Velder downloaden, das ihren konzeptionellen Impulsen zugrundelag.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/7-KdgH

 

Vorträge

Zu den beiden Vorträgen:

Prof. em. Dr. Hans-Joachim Schmutzler, von Hause aus Heilpädagoge und Vorsitzender des Montessori Dachverbandes Deutschland e.V., schlug einen großen Bogen von den Grundlagen religiöser Erziehung bei Montessori über den Zusammenhang der modernen Diskussion zum Bild vom Kind bis hin zu einer Deskriptionsanalyse pädagogisch-didaktischer Strukturmomente einer zeitgenössisch nötigen Religionspädagogik. Seine Ausführungen zur Anthropologie der Religion des Kindes, zu den Stufen der religiösen Entwicklung und zur religionspädagogischen Praxis bei Montessori und Cavaletti boten viel mehr Anregungen, als es möglich war, in der Kürze der Zeit zu verarbeiten; wir freuen uns daher, an dieser Stelle seinen Vortrag als download zur Verfügung stellen zu können. Prof. Schmutzler hielt sich mit einer vergleichenden Interpretation von Godly Play zurück, warnte allerdings generell, auch gegenüber Cavaletti, vor Tendenzen zu einer Standardisierung zwecks effektiver Religionsvermittlung mit hohen pragmatischen Anteilen, speziell in einer Konzentration auf die Liturgie als Bindeglied zwischen Mensch und Gott (thematischer Reduktionismus religiöser und lebensweltlicher Vielfalt). Er artikulierte Anfragen an das Freiheitsverständnis sowohl bzgl. des Erziehers als auch bzgl. des Kindes. Diese Anfragen konnten dann in den Workshops am Samstag nachmittag ausgezeichnet in Dialogen und sogar Trialogen zwischen Montessori, Katechese des Guten Hirten und Godly Play aufgenommen und wiederum kritisch gewendet werden.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/8-Schmutzler

 

Doch zuvor hörten die Teilnehmenden den 2. Vortrag, der von Maria Kley-Auerswald zur Religionspädagogik in der Montessori-Tradition gehalten wurde. Frau Kley-Auerswald leitet seit 30 Jahren ein Montessori-Kinderhaus mit 64 Kindern zwischen 6 Monaten und 6 Jahren in der Nähe von Köln und ist langjährige Dozentin in Montessori-Diplomkursen. Auch sie hat ihren Vortrag freundlicherweise an dieser Stelle zum download zugänglich gemacht. Sie beschrieb zunächst Notizzettel 3die religionspädagogischen Grundideen von Montessori (Religion ist nicht etwas, das dem Kind erst gegeben werden müsste, sondern jedes Kind habe eine Tendenz zur Religion, ähnlich wie zum Erlernen von Sprache, dieses religiöse Grundvertrauen entwickele sich in Zuwendung und Beziehung). Auch aus ihrem Vortrag erwuchsen kritische Anfragen an das Konzept von Godly Play: Wo sind hier die Übungen des täglichen Lebens geblieben? Wie lautet bei Berryman die didaktische, entwicklungsbezogene Begründung des Curriculums? Inwiefern ist die starke Homogenität der amerikanischen Sonntagsschule konzeptionell wirksam? Speziell zur letzten Frage und vor dem Hintergrund ostdeutscher Konfessionslosigkeit verwies Frau Kley-Auerswald auf die Rolle des vorbereiteten Erziehers (entscheidend sei nicht, wie dornig der Boden sei, sondern, wer säe). Hilfreich erschien in ihrem Vortrag auch, dass sie die Aufgabe religiöser Erziehung einzeichnete in Montessoris Verständnis von kosmischer Erziehung insgesamt, und dadurch den Horizont der Teilnehmenden erweitern konnte bezüglich einer voraussetzungslosen Thematisierung der Sinnfrage sowie der welt- und selbstverantwortenden Perspektive erzieherischen Handelns.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/9-Kley-Auerswald

 

Workshops

Die Workshops am Samstag nachmittag waren nicht zuletzt dadurch hoch spannend, dass manche Einheiten soNotizzettel 5wohl in der Fassung von Cavaletti als auch in der Fassung von Berryman nebeneinander/nacheinander gespielt werden konnten und dadurch allen Teilnehmenden ganz klar wurde, worin sich die beiden Konzepte unterscheiden, gerade auch hinsichtlich der „religionsdidaktischen Freisetzung von Inhalten“ (Bildung) im Unterschied zur „kirchlichen Vermittlung von Stoffen“ (Katechese). Die folgenden fotografischen Impressionen entstammen allerdings nur einem der Workshops.

Zu diesem Workshop kann man hier einen Bericht downloaden. Darin befinden sich auch Auszüge aus einem Protokoll, mit dem Sofia Cavaletti und Jerome Berryman 1991 in Rom einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der "Katechese des guten Hirten" und "Godly Play" festgehalten haben.

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/10-Workshop

 

Aus diesen wenigen, skizzenhaften Notizen zum inhaltlichen Schwerpunkt der Vernetzungstagung dürfte deutlich geworden sein, dass diNotizzettel 6e Wahrnehmungen und Reflexionen keineswegs unkritisch verliefen. Allerdings war es außerordentlich beeindruckend zu erleben, und sicherlich auch durch die faszinierenden Persönlichkeiten der vier ReferentInnen unterstützt, dass die Diskussionen durchweg von gegenseitigem Respekt und großer Wertschätzung geprägt waren. Dass dies so möglich war, ist sicher auch ein Verdienst der Workshop-Leitenden und Plenums-ModeratorInnen, die sich auf ihre Aufgaben bis hin zum wiederum ausgeklügelten, hocheffektiven Auswertungs-Design am Sonntag vormittag sorgfältig vorbereitet hatten und alle Beteiligten jederzeit sicher durch die Tagung geleiteten.

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Thesen

Einige Ergebnisse der inhaltlichen Auseinandersetzung in Thesenform:
•    Berryman liegt methodisch wohl näher Cavaletti, pädagogisch aber näher an Montessori.
•    Freiheit und Bindung sind nicht als Gegensatz, sondern als notwendige, zentrale Spannung zu begreifen, die sich auch im (bei Berryman unaufgeklärten)Notizzettel 4 Unterschied zwischen substantiellen und funktionalen Religionsbegriff niederschlägt.
•    Der religiöse Zugang zur Erziehung, der bei Montessori deutlich ist, die das Kind als Gewährleister von Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit, ja sogar als Erlöser ansieht (auch noch bei Cavaletti und Berrymann nachweisbar), muss aus wissenschaftlicher Sicht hinterfragt werden.
•    Die Hauptarbeit gilt der Haltung des Erziehers, der kein „pädagogischer Vollstreckungsbeamter“ ist, sondern dem Kind die Freiheit eröffnen soll, seinen eigenen Weg zu finden, was auch in Sachen Religion, Glauben und Kirche nur ein Angebot sein kann.

 

Verein

Der Godly Play deutsch e.V. nutzt diese Vernetzungstagungen auch, um seine turnusmäßig vorgeschriebenen Mitgliederversammlungen einbetten zu können - wenngleich dieser Nebenaspekt mit einer Dauer von 1 Stunde bewusst begrenzt gehalten wird. In diesem Jahr freilich schloss sich an die Mitgliederversammlung eine kleine, feine, von einem Festkomitee vorbereitete Feier zum 10jährigen Jubiläum der Vereinsgründung an! Das gab schöne Gelegenheit, zurück zu blicken, sich „stories“ zu erzählen und sich über die Entwicklungen und Perspektiven auszutauschen.

  • 2014-Vernetzungstagung-Vereinssitzung-13-Grass

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Impressionen

Weitere Impressionen der Tagung:

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Debug: angegebener Pfad - http://godlyplay.de/images/stories/Aktuelles/2014-05-Vernetzung-Bericht/13-Impresionen

 

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