Godly Play / Gott im Spiel mit Erwachsenen

Erwachsene

ErwachseneGodly Play / Gott im Spiel wurde zwar ursprünglich für die Arbeit mit Kindern von 2 – 12 Jahren konzipiert, aber die Erfahrungen auf Fortbildungen, in der Gemeindepastoral oder in Hauskreisen belegen: Godly Play / Gott im Spiel ist auch für Erwachsene ein Weg, um Gott zu suchen und zu finden. Denn die Sehnsucht nach Gott, sich von ihm in liturgischen Handlungen oder biblischen Geschichten anrühren zu lassen, hört nicht mit dem Kindsein auf. Mithilfe des Godly Play / Gott im Spiel-typischen Darbietens und Ergründens kommen auch Erwachsene den großen Fragen ihres Lebens und ihren Glaubensvorstellungen überraschend nahe. Sie lassen sich neu und persönlich berühren von den biblischen Geschichten. Godly Play / Gott im Spiel hilft Erwachsenen, sich zu fragen, wo Bibel und Liturgie auch ihre eigene persönliche Geschichte erzählen. Die Orte, um dies zu erleben, sind ganz unterschiedlich: ein geistlicher Impuls vor einer Dienstberatung, im Rahmen von Gottesdiensten, Einkehrtagen oder Exerzitien, bei Fortbildungen oder Tagungen mit kirchlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen.

Markus Rischen, röm.-kath., Pastoralreferent in Neuss

 

SeniorInnen

SeniorenAltwerdende Menschen fragen nach Vergewisserung. Die ganze Spanne des Lebens kommt in den Blick. Godly Play / Gott im Spiel erzählt in großen Bögen, aber auch anhand von Details, wie Menschen ihren Lebens- und Glaubensweg deuten. Die Wertschätzung für Rituale hilft, die Fülle zu ordnen.
Dies gilt auch in Situationen zunehmender Demenz: „ ...die ganze Geschichte erzählt eigentlich von mir!“ staunt die alte Dame. Es hält sie fast nicht auf ihrem Stuhl. Am liebsten würde sie sofort mit ihren Händen begreifen, was sie gesehen hat und was geschehen ist. Später wird sie das tun, so friedvoll versunken, wie ich sie seit Ausbruch ihrer Demenz noch nie erlebt habe. Denn einige Geschichten von Godly Play / Gott im Spiel berühren unmittelbar und tief biografische Erfahrungen der alten Menschen. Die Materialien – z.B. Sand, Erde, Krippenfiguren - öffnen unbewusste Wahrnehmungsebenen. So finden die Worte der Geschichte ins Herz und wecken zuweilen verschüttete Erinnerungen, heilsam und stärkend.
„…eigentlich...“ - für viele Senioren ist die Möglichkeit, sich selbst in einer biblischen Geschichte zu verorten, schon eine Entdeckung an sich. Für manche zunächst verunsichernd, aber dann zunehmend mit Freude ausgekostet. Selbstverständlich müssen Materialien und Raum den Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst werden. Spielen Sie für Seniorengruppen, im Zimmer oder Wohnbereich einer Altenhilfeeinrichtung, beim Geburtstagsbesuch…. 

Ruth Magsig, Missionarisch-Ökumenischer Dienst der Evang. Kirche der Pfalz

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