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Geschichtenauswahl

Geschichtenauswahl

Mir ist aufgefallen, dass Glaubensgeschichten, speziell die in der Wüstenkiste, bei SeniorInnen tiefe Prozesse auslösen können. Ich denke, das liegt daran, dass diese Geschichten Grunderfahrungen religiösen Lebens in Raum und Zeit thematisieren, und älter werdende Menschen damit beschäftigt sind, ihr Leben retrospektiv zu deuten. Vielleicht sind sie auch deshalb methodisch für Godly Play aufgeschlossen, insofern sie dabei oft ihr persönliches "Ende und Anfang" miteinander in Beziehung setzen möchten, und auf ihre Kindheit und kindgerechtes Erzählen zurückgreifen. Heute habe ich einer Gruppe von 30 SeniorInnen den "Exodus" erzählt, und im Ergründen kamen so viele Geschichten hoch.... vieles aus der DDR-.Zeit und dem "Wende-Erleben"... das war, als ob ein Stöpsel aus einem Fass gezogen worden wäre. Mich würde interessieren, welche anderen Geschichten positive Resonanz gefunden haben, oder welche "trocken" geblieben sind.

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Re: Geschichtenauswahl

Leipzig, Michaelis-Friedenskirchgemeinde
Im Frauendienst (Alter >60) habe ich den Guten Hirten erzählt. Ich muss zugeben, dass ich mir im Vorfeld zu wenige Gedanken gemacht habe über die Wirkung der Geschichten. Es kamen bei der Ergründungsfrage zu den gefährlichen Orten mehrere Erinnerungen aus dem 2. Weltkrieg hoch. Ich denke, es war für die Teilnehmenden eine gute Erfahrung, aber für mich als Erzählerin eine sehr große Herausforderung. Die Frage, die sich mir danach gestellt hat: Ist es sinnvoll, in einer Geschichte etwas anzurühren, was dann evtl. nicht genug Zeit für diejenige Person hat, es zu verarbeiten, bzw. nicht genug Kompetenzen beim Erzähler (Frage nach Seelsorgefunktion).
Mit der Exodusgeschichte habe ich sowohl in einer Erwachsenengruppe als auch in einer Seniorengruppe positive Erfahrungen in der Reflexion des eigenen Lebens bei den Teilnehmern sammeln können. Hier kamen in der Erwachsenengruppe ebenfalls Wendeerfahrungen auf.

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Re: Geschichtenauswahl

Ich praktiziere Godly Play sowohl in der Grundschule als auch in der Gemeinde - diasporabedingt mit einem Altersdurchschnitt von 58+

In beiden Bereichen merke ich das große Identifikationspotenzial mit den Glaubensgeschichten - dies ist auch meine persönlich bevorzugte Gattung. Da schließen sich auch die tiefsinnigsten Ergründungsgespräche an - egal ob jung oder alt, dort wird einiges verpackt und zur Sprache gebracht. Eben "Krisen" in den jeweiligen Altersstufen.

Besonders der Exodus, aber auch Rut waren bei mir sehr ausgiebige Erzählungen.

Die Schöpfung blieb hingegen eher flach, auch wenn eine rege Diskussion um den Schöpfungsbericht losgetreten wurde.

Interessant waren die Kontroversen beim "Gleichnis vom barmherzigen Samariter", besonders bei der Frage nach dem Nächsten. Hier waren insbesondere die Ansichten der Gemeindemitglieder sehr kontrovers und es entwickelten sich emotionale Diskussionen.

Grundsätzlich hat das gp-Zusammentreffen in der Gemeinde einen festen zeitlichen Rahmen. Manchmal wird der Rahmen aber nach hinten ausgedehnt, je nachdem, wie sich der Abend entwickelt. Grundsätzlich hat es sich bei mir bewährt, ein "offenes Ende" anzubieten: Es läuft zum Abschluss der GEsprächsrunde leise Musik, die Geschichte ist in der Regel noch aufgebaut. 10-15 Minuten gibt es Zeit, leise zu gehen oder nochmal allem nachzusinnen. Danach beginne ich langsam und bedacht, die Materialien zusammenzupacken, weiterhin von Musik begleitet. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht,um alle "runterzubringen" und eine Art "innere Sammlung" zu erreichen.

Viele liebe Grüße kunena/smile

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