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Advent in einem „GD für alle Generationen"

Advent in einem „GD für alle Generationen"

In der Michaelis-Friedenskirchgemeinde Leipzig erzählte das Kindergottesdienst-Team am 22. Dezember 2013 an der Stelle der Lesungen die vier Adventsgeschichten von Godly Play in vier Abschnitten in einem „Gottesdienst für alle Generationen“, unterbrochen von passenden Liedern mit der ganzen Gemeinde.
Dazu wurde auf dem Altar in der Mitte die Weihnachtskrippe aufgestellt, dazu linksaußen das Modell von Bethlehem und rechtsaußen die 4 Adventskerzen, unangezündet. Rechts neben dem Altar stand der große Adventskranz der Gemeinde, an dem an diesem Tag bereits zu Gottesdienstbeginn 4 Kerzen brannten.
Links vom Alter war eine Schnur zum Fenster gespannt, an der ein 4 × 3 m großes lila Tuch befestigt war. Genau unter der Schnur standen 4 hohe, aber nicht sehr große sog. Partytische, die von dem Tuch nach vorn verdeckt wurden. Hinter dem Tuch lag verborgen eine lange Holzleiste, an der das Tuch mit Reißzwecken befestigt war, so dass es wie in einer „Stufe“ auf den Tischen fixiert war. Dadurch konnten die 4 Kerzen und die jeweiligen Teile der Weihnachtskrippe auf den Tischen/dem Tuch abgestellt werden.
Die 4 Adventstafeln wurden einfach per Farbkopien auf das Format A3 vergrößert. Weil Farbkopien im Format A2 zu teuer gewesen wären, wurden die A3 Kopien noch einmal geteilt vergrößert und zusammengeklebt, so dass insgesamt Format A2 entstand. Jetzt waren die Karten groß genug, dass sie auch von den hinteren Reihen gut zu sehen waren.
Die hellen Krippenfiguren und die brennenden Kerzen bildeten einen starken, sehr schönen Kontrast zu dem lila Hintergrund des Tuches. Weil sie so hoch standen, konnte man sie auch von hinten gut sehen.
Vier MitarbeiterInnen aus dem Kindergottesdienst-Team wechselten sich ab, die vier Advent-Geschichten-Teile zu erzählen. Dabei trugen sie die jeweiligen Figuren sorgfältig vom Altar hinüber auf den jeweiligen Tisch. Außerdem entzündeten sie jeweils eine der vier Kerzen am Adventskranz und trugen sie ebenfalls hinüber. Immer, wenn eine mit dem Satz endete: „Lasst uns das Licht genießen“, sang die Gemeinde das nächste Lied.
Rechts außen am lila Tuch war ein schmaler Streifen weißer Filz befestigt. Die Darbietung zum „4. Advent“ endete mit den 3 Weisen. Am Ende stand also nur ein Verweis auf den Ausblick, dass in wenigen Tagen sich die Farbe ändern wird. Das Jesuskind in der Krippe und die Figur des Ochsen waren als einzige auf dem Altar stehen geblieben. Auf den Vorschlag aus Bd.3 der Godly Play-Buchreihe, mit dem Kerzenlöscher „das Licht zu verwandeln“, wurde verzichtet, weil danach nichts weggeräumt werden musste für eine anschließende Kreativphase.
Die ganze, stationsweise Geschichte wurde mit der Godly Play-typischen Ruhe und dem Respekt gegenüber den Materialien dargeboten. Es entstand eine hohe, gesammelte Aufmerksamkeit. Die Bewegungen im Raum, das sich aufbauende Bild und der konzentrierte Text erzeugten eine Spannung unter den jungen und alten GottesdienstbesucherInnen, die auch für den ganzen Rest des Gottesdienstes anhielt. Für diese Gesamtinszenierung äußerten sich viele im Anschluss dankbar. Ein nützlicher Nebeneffekt war natürlich auch, die ganze Gemeinde mithilfe von Godly Play inspirieren zu lassen und bei dieser Gelegenheit wieder einmal der ganzen Gemeinde zu zeigen, wie im Kindergottesdienst gearbeitet wird.
Die 4 großen Fotokopien verborgen wir bei Bedarf gern (steinhaeuser[q]godlyplay.de)
Hier findet sich ein Bild:
http://www.godlyplay.de/images/agorapro/attachments/1026/mini_Bild-website.jpg
Martin Steinhäuser, 22.12.2013

Bearbeitet von: steinhaeuser - 22-Dez-2013 16:31

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Re: Advent in einem „GD für alle Generationen"

eine ähnliche Erfahrung habe ich bei Adventsfeiern in einer Altenhilfeeinrichtung gemacht, zu der jeweils alle Bewohner des  Wohnbereichs, Mitarbeitende und Angehörige eingeladen waren. Ich habe statt eines Tuches an eine Wand eine lange Reihe lila Tonkartons als Hintergrund aufhängen können und die großkopierten Tafeln mit wiederablösbaren Powerstrips/Hafties befestigt.Die Krippenfiguren wurden- zu den Tafeln -  auf einem runden Tisch davor aufgebaut, so dass wiedererkennbar eine Weihnachtskrippe entstand. Von allen anwesenden "Gruppen" kamen bewegende Rückmeldungen, Ruhe und Konzentration wurde auch von hoch dementen Bewohnern aufgebracht. Eine alte Dame, die schon lange verstummt war, rief bei der zweiten Tafel und dem Aufstellen der entspr. Figur mehrmals völlig beglückt: "Maria, Maria" .

R. Magsig,

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